Über uns

Der Verein ist ein gemeinnütziger, mildtätiger, parteipolitisch und konfessionell unabhängiger, selbständiger Sozial- und Wohlfahrtsverband. Er bekennt sich zu den humanistischen und demokratischen Grundwerten unseres Landes und tritt für soziale Gerechtigkeit ein. Das Handlungsmotiv des Vereins ist „Miteinander – Füreinander“.

Der Verein ist offen für alle Bürger, denen Solidarität und Nächstenliebe gegenüber den Menschen am Herzen liegen.

Zweck der Arbeit des Vereins ist die Fürsorge und Hilfe für Menschen jeden Alters.

Er setzt sich für die Wahrung und Verwirklichung ihrer humanistischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Rechte sowie Interessen ein.

Der Verein verwirklicht seine Ziele insbesondere durch:

 

  • Aktivitäten der Mitglieder in der sozialen und sozial-kulturellen Arbeit in den Mitgliedergruppen
  • Errichtung und Betreibung von ambulanten, teilstationären und stationären Diensten und Einrichtungen der Altenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe.
  • das einheitliche Handeln von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern.

Der Verein verwirklicht sein Satzungszweck auch durch die solidarische Hilfe und Unterstützung karitativer Projekte und Einrichtungen im vereinigten Europa und durch die weltweite Hilfe für Menschen bei Katastrophen, Kriegs- und Nachkriegswirren.

Der Verein kann sich zur Verwirklichung seines Satzungszweckes an anderen Unternehmen beteiligen oder selbst Unternehmen des Privatrechts gründen.

Die Geschichte der Volkssolidarität

Als Gründungstag der Volkssolidarität gilt der 17. Oktober 1945, an dem der Aufruf „Volkssolidarität gegen Wintersnot!“, gemeinsam verfasst von der SPD, KPD, CDU, LDPD sowie der evangelischen und der katholischen Kirche und des Landesausschusses des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes in Dresden - zunächst für Sachsen – unterzeichnet wurde, dessen Veröffentlichung in der „Sächsischen Volkszeitung“ am 19. Oktober 1945 erfolgte.

Am 20. Mai 1946 wurde der „Zentralausschuss der Volkssolidarität“ für die sowjetische Besatzungszone gegründet, bestehend aus Vertretern der Parteien, verschiedener sozialer Ausschüsse, der Kirchen und staatlicher Stellen. Die Volkssolidarität konzentrierte sich in dieser Zeit auf jene, die am schwersten unter den Folgen des Krieges zu leiden hatten. Das waren Kinder, Alte und Kranke, Vertriebene und heimkehrende Kriegsgefangene. Ab Anfang der 1950er Jahre wandelte sich der Charakter der Volkssolidarität. Ihre vorrangige, später ausschließliche Aufgabe wurde die Betreuung älterer Menschen. Ab 1956 wurde mit der Schaffung von Klubs zur sozial-kulturellen Betreuung Älterer begonnen. Der Historiker Ernst-Günter Lattka schreibt: „… erst ab Mitte der 1950er Jahre wandelte sich die ‚Gemeinschaft Volkssolidarität‘ zu einer Massen- und Mitgliedsorganisation.“

Ab den frühen 1970er Jahren arbeitete die Volkssolidarität unter dem Motto „Tätigsein – Geselligkeit – Fürsorge“. Zu ihren Aufgaben gehörte das Organisieren von gesellschaftlich nützlichen Tätigkeiten wie beispielsweise der Instandhaltung von Wohnungen, der Nachbarschaftshilfe oder der Kinderbetreuung (so genannte Rentnerbrigaden). In Treffpunkten und Klubs förderte die Volkssolidarität das geistig-kulturelle Leben der Senioren. Diese Arbeit hatte jedoch auch „politisch-propagandistische Implikationen“: Die Freundschaft zur Sowjetunion und die „Abneigung gegen den Imperialismus“ sollten gefördert werden. Im Fürsorgebereich war vor allem die ambulanten Pflege hilfebedürftiger älterer Personen und deren Versorgung mit Mahlzeiten wichtig.

Der Verband übernahm von Anfang an Aufgaben im Bereich der Wohlfahrtsarbeit, vergleichbar mit der heutigen Wohlfahrtspflege. Nach 1990 wandelten sich zahlreiche Verbandsgliederungen in eingetragene Vereine um.